Sentimentales aus dem Hotelrestaurant

Für gewöhnlich neige ich nicht zu sentimentalen Episoden. Ich sage und denke, was ist, bewege mich dabei meist auf der konkreten und weniger auf der Meta-Ebene. Damit bin ich eigentlich immer gut gefahren. Doch es gibt so gewisse Zeiten wie diese: Ich sitze im gähnend leeren Restaurant eines Berliner Mittelklassehotels. Es ist nun wirklich fünf… Weiterlesen

Lichterglanz in Dunkeldeutschland

Dicht ist der Verkehr auf der Bundesstraße 171 im erzgebirgischen Olbernhau an diesem zweiten Adventswochenende. Hier, mitten in Sachsen nahe der Grenze zu Tschechien, liegt jenes Fleckchen Erde, das man gern als “Dunkeldeutschland” verspottet oder unreflektiert das “braune Sachsen” nennt. Spätestens seit den teils fremdenfeindlichen Demonstrationen von Chemnitz in diesem Jahr hat das Erzgebirge ebenso… Weiterlesen

Leihräder: Die Geister, die die Grünen riefen …

Es gibt etwas Neues im Stadtbild: In Berlin und anderen deutschen Metropolen sieht man neuerdings immer häufiger bunte Drahtesel in allen Winkeln der Stadt scheinbar wahllos abgestellt. Der Boom der – zumeist von chinesischen Briefkastenfirmen aus der Ferne betriebenen – Leihfahrräder hat die Ballungszentren des Landes inzwischen voll erfasst. Ich muss an dieser Stelle besonders… Weiterlesen

Wenn Atheisten Gotteshäuser bewundern

Manchmal schauen enge Verwandte oder Freunde etwas besorgt in meine Richtung, wenn ich auf einem gemeinsamen Spaziergang meine Aufmerksamkeit plötzlich in Richtung einer Kirche lenke und diese als “schön” bezeichne oder mich mit den Worten “bitte entschuldigt mich kurz, ich muss mal dieses Gotteshaus besuchen” vorübergehend von der Gruppe absetze. Denn natürlich ist in meinem… Weiterlesen

Heiligenblut am Großglockner

Bruch mit der Stadt

Ich bin der heute nicht mehr repräsentative Typ Mensch, der sein ganzes Leben – von kurzen Urlaubszeiten abgesehen – an einem Ort verbracht hat. Ich arbeite und lebe heute in derselben Stadt, in der ich einst geboren wurde, zur Schule ging und eine Familie gründete. Ich bin also tatsächlich einer der wenigen Berliner “Ureinwohner”, die zum… Weiterlesen

Wasser erdet

Berlin wurde gerade vom inzwischen jährlich stattfindenden Jahrhundert-Unwetter heimgesucht und diesmal brachte das Tiefdruckgebiet, das manch böse Zungen schon kurz nach dem Anflug “Kohls Rache” getauft hatten, statt Blitz und Donner Unmengen von Wasser mit. Bis zu 250 Liter Regen sollen pro Quadratmeter in der Region gefallen sein – in knapp 24 Stunden wohlgemerkt. Dass solche… Weiterlesen